Erbärmliche Wahlvorhersagen versus Gold

Wer hätte das erstaunliche Ergebnis der Präsidentwahl in den USA eigentlich vorhersagen können?

 

Eine Menge Leute, so stellte sich heraus. Nämlich mehr als 60 Millionen wie sich nach der Stimmenauszählung offenbarte. Aber natürlich schließt diese Zahl sicherlich nicht die etablierten und offensichtlich überbezahlten Meinungsforscher ein.

Und auch nicht "Journalisten", die ihre elitären Agenden auf  Fernsehbildschirmen, mit Schlagzeilen und über Cyberspace während der 17-monatigen Präsidentschafts-Kampagne so arrogant verbreiteten. Kurz gesagt, jene, die als Experten die Zukunft voraussagten, vermasselten es. Und sie vermasselten es gründlich, sowohl vor als auch nach der Wahl.

"Keine Frage – die Märkte gehen auf der ganzen Welt einem Niedergang entgegen ", sagten Top-Experten bei der Yahoo Finanz-Abteilung, noch während des Online-Streamings der Wahl Nacht.

 

Doch die Aktienmärkte gingen stattdessen für zwei Tage aufwärts, bevor sie sich eher bescheiden zurückzogen. Yahoo war nicht allein mit dieser Fehleinschätzung der Folgen dieser Wahl. Auch so gut wie jeder Wirtschafts-Reporter weltweit lag total falsch mit seinen Einschätzungen.

 

Merkwürdig, niemand wagte es, Trump's ständigen Trommelschlag an seine Unterstützer und Anhänger zu wiederholen – "Halten Sie sich von dem gefährlichem Aktienmarkt fern!“"

Trump's „politisch-inkorrekte“ Verbindung mit seinen Unterstützern könnte man in etwa so ausdrücken: "Es gab keinen Stand der Technik wie man aus der Wahl hervorgehen könnte. Seine (Trump's) Wähler sind von sich aus hervorgekommen.“ Es gab keine hochklassige High-Tech-Identifizierung von Unterstützern - sie identifizierten sich selbst. Doch macht es dies nicht irgendwie aufregender, wenn  es nur wenige kommen sehen.

 

Der Sieg von Donald Trump ist angesichts der erbärmlich falschen Vorhersagen historisch, aber weit entfernt von einzigartig oder beispiellos obwohl die Medien und Experten Sie das glauben lassen wollen.

 

Falsche Wahl-Vorhersagen

Ich habe einmal die Archive durchforstet. Und es gibt Beispiele in den USA: Die 1948er Chicago Daily Tribune Schlagzeile "Dewey besiegt Truman" ist seit 76 Jahren das Paradebeispiel für einen bedauernswerten Journalismus und erbärmlich gemachte Umfragen.

 

Abgelöst wird die Chicago Daily Tribune wohl jetzt von dem Newsweek Magazin. Es erhält die Auszeichnung „Dumm & Dümmer“ für seine Titelseite mit einer sportlich lächelnden Hillary Clinton vorgestellt als "Frau Präsidentin." Diese Ausgabe wurde geplant, gedruckt und verteilt schon Tage vor der Wahl. Doch natürlich schnell wieder zurückgerufen. Aber bereits verkaufte oder verteilte Exemplare finden jetzt für hunderte von Dollar auf eBay als Sammlerstücke viele schadenfrohe Käufer.

 

Rollt jetzt diese Welle? „Tödlich falsch liegender Meinungsforscher ... Sie sind gefeuert!“

 

Weniger bekannt sind die Umfragen und die Berichterstattungen rund um Louisiana's 1956er Gouverneurswahl.

Earl K. Long war ein korrupter, aber geliebter Schelm, der einmal eine Herde von Nutztieren in die Räume der Louisiana-Legislative trieb, um seinen Standpunkt klar zu machen.

Seine unverhohlene Tändelei mit der Bourbon Street Stripperin „Blaze Starr“ war nur das Highlight in einem ständigen Strom öffentlicher Peinlichkeiten, fantasievoll dargestellt im Film "Blaze" mit Paul Newman.

Long wurde sogar in eine Psychiatrische Anstalt eingeliefert, während er im Amt war. Er entkam der Anstaltsfolter, indem er den Chef des Krankenhauses entließ und einen neuen medizinischen Leiter einstellte. Dieser bescheinigte dann Long sehr schnell  wie gesund er sei und absolut arbeitsfähig. 

"Onkel Earl" gewann 1956 dann seine dritte Amtszeit durch einen unerwarteten Erdrutschsieg. Davor wurde er als ein "Hinterwäldler"  von seinem politischem Seidenschal Gegner zusammen mit einer willfährigen Presse täglich diffamiert. Doch er schlug sie alle in der ersten Wahl - keine Stichwahl war mehr erforderlich. Niemand sah das kommen. "Am Tag vor der Wahl konnte man niemanden finden, der sagte, dass er für mich stimme", tönte Onkel Earl. "Und heute, nach meinem Erdrutsch-Sieg, können Sie niemanden finden, der sagt, dass er für mich gestimmt hat."

Nun zurück ins Heute:

Der erstaunlichste Fehlschlag unter den Medien kommt wohl von der New York Times, der vermeintlichen „newspaper of record“ für die Nation. Die New York Times war entschieden pro-Clinton während der Wahlkampagne. Die „Times“ legte sich mit 86% auf einen Clinton – Sieg fest und das noch fünf Tage vor der Wahl.

Die „Times“ wurde mehrmals von anderen Verlagen ermahnt eine "ehrliche, unvoreingenommen Berichterstattung“ zu gewährleisten und nicht den Lesern  zu erzählen, was und wie man denkt, was die Leser eigentlich denken (sollen) und aufhören, die eher begrenzte Agenda Ihrer Redakteure zu drucken".

Was können wir denn jetzt ernsthaft  so kurz nach der Wahl vorhersagen: „Vorhersagen sind wie eine Fahrt auf einem schlingernden Schiff - die Leute denken, dass sie wissen wohin der Kurs zeigt, doch nach dem Trump Sieg, was zeigt der Kompass?." Was können wir also zumindest erwarten?

Auf der wirtschaftlichen Seite hat Donald Trump Einzel- und Unternehmenssteuersenkungen, eine beschleunigte Energieentwicklung und neue Infrastrukturausgaben versprochen; alles Aufgaben, die Arbeitsplätze ausbauen und neu schaffen sollen.

Sein Versprechen, das Militär wieder aufzubauen, würde Staatsausgaben erhöhen;  könnte jedoch durch das Verringern überseeischer Verpflichtungen ausgeglichen werden. Aber sein feierliches Versprechen, Obamacare aufzuheben, ist bereits reduziert auf  "Teile von Obamacare"; Ebenso das Zurückrudern von seiner  "strengen" Einwanderungsbeschränkungen oder Ausweisung von Illegalen Einwanderen.

 

Ich denke jedoch: Man sollte keinen Fehler machen: Donald Trump ist kein „Wendehals“. Er war nie einer und wird es auch nie sein. Basierend auf seiner Vorliebe „'smart trade' kommt vor freiem Handel“, könnte man sagen: " Wahrscheinlich prägt er eine intelligentere Regierung", aber es wird keine minderwertige Regierung sein.

 

Gold Vorhersage

Trump und seine Berater haben positive Laute über Gold abgegeben.

Trump war einer der wenigen Kandidaten, die darauf hinwiesen, ein Gold-Verfechter zu sein. Er betonte, "wie großartig" ein Goldstandard wäre. Er hat Spitzenberater, die einen frischen und modernen Blick auf Gold im Gesamt Finanzgefüge bevorzugen.

Aber „stabiles Geld“ (sound money) Befürworter sollten nicht die Schaffung eines eigenen persönlichen Goldstandards anderen überlassen. Weder Regierungen noch Medien sind seit etwa 80 Jahren ein Freund von „stabilem Geld“ (sound money).

Tatsächlich sollte jeder, der die Richtigkeit seines eigenen Kurses bezweifelt hat, nun davon überzeugt sein, niemals eigene Auswertungen einer „tödlich“ falsch liegenden Regierung noch einem falschen Journalismus oder einem unfähigem korruptem Meinungsforscher oder Demographen zu überlassen. „Sound money“ Befürworter sollten auf das schauen, wovon sie wissen, dass es Wachstum bringt und Vermögen schützt. Fünftausend Jahre Gold und Silber sind die Gewinner, egal wer sich bereit macht, ins Weiße Haus zu kommen, oder wer geschlagen wird um aus der „weißen Klapsmühle“ herauszukommen.

NL. Zündorf